Wednesday, 18. january 2012 3 18 /01 /Jan. /2012 01:34

 

an G. Specht

 

Es löst sich aus dem luftzug

ein ein-wort-brief

saumselig wirbelnd…

und das staunen ist stur und gelegt in grasgrüner landschaft

 

delikat trägt der abend grau

feuer grämt sich in kleinlauten scharen

auszüge gerodeter träume

das leben spricht im trotz seinen takt aus

 

ein neues wort holt atem

ziert sich auch

bis neuer sonnenschein

auf dem ersten schnee zu schimmern beginnt

 

ein herz öffnet sich dem umland

milde chöre aus dem schlafenden flussbett

mädchen gezeichnet in gärten 

schenken äpfel aus und fröhlichen unsinn.

von waleeh k. waleeh - veröffentlicht in: Alltagsspiele
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Wednesday, 18. january 2012 3 18 /01 /Jan. /2012 01:33

kh

 

Bei meiner tasse kaffee merkte ich heute morgen

dass ich schon wieder

das wort

schildkröte

vergessen habe

ich fing an wieder zu verzweiflen

beim verzweiflen schimpfe ich auf mich los

vornehmlich auf mein lockeres erinnern

beim schimpfen merkte ich dass ich eigentlich weiß zu schimpfen

beim merken solch‘ eines tatbestands dass ich noch am leben bin

und nach aufblühen strebe

beim streben dass ich noch ganz viele wörter kann

trotz allem   

trotz uns

trotz fremder betten und des weggangs vieler freunde

trotz kaffeetassen und blunts

ich schlug die zeitung auf

und lächelte dem tag entgegen.  

 

von waleeh k. waleeh - veröffentlicht in: Kinderspiele
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Tuesday, 10. january 2012 2 10 /01 /Jan. /2012 18:47

 

Meine Wut schreibt sich nicht als Wut ab

In meiner Ohnmacht findet sich nichts Ohnmächtiges

Meine Art der Liebe spricht sich immer noch nicht aus mit süßlicher Stimme

Warum ich weder jauchze noch traue um die Republik?

Weil die Jahre sich den Hunden weiterhin opfern und Hyänen lauter brüllen

Auch steigt aus den Kaminen noch dieser Rauch

weiß von Dachau schweigend zu erzählen

Ich höre jetzt von Fahnen, die gesellig werden

Ängste, die den Rückgang einschalten; herrlich!

Ich höre von Menschenmeeren bunter und bunter und sich zu Tode trampelnd

von elf Gnomen, die Fasching nach Fasching aufrufen

einem Berner Wunder hinterher

Neuerdings lässt man sich der Welt im Rock sehen

Im Schwabenland glaubt man dem Staat und der Stechuhr nicht mehr

Fürs erste bringt der Döner Kebab keinem mehr den Tod

In Zwickau und sonst wo stehen Herzen auf Halbmast   

Dies alles nimmt mir den Tag…

Und die Heimat, die ich nicht Heimat nenne

ruft mich bei meinem Namen

nimmt meiner Wut Grund und Boden

beschenkt meine Ohnmacht mit dem Frühlingstrunk,

der Tyrannen zu Fall bringt.

 

von waleeh k. waleeh - veröffentlicht in: Alltagsspiele
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Thursday, 29. december 2011 4 29 /12 /Dez. /2011 02:50

 

kh

 

Wunder stehen deiner Mitternacht Spalier

warten auf Verlangen

Abende, die andocken und Milde üben

den Wolken Schwefelsäure anbieten

Abende, die nach Vollkornleben riechen

Gespenster, die hin und her über die Nachtlänge schaukeln  

den Säuglingen anschließend den Tod beibringen

 

vom Ast ihres Frühlings rollt eine Träne

gebraut im Topf manch‘ ihrer Rückschlüsse

sie möchte schmecken nach Weihrauch

verleibt ihrer Art verstummte Ewigkeiten ein  

bis in die hintersten Ränge der Saison

sie im goldenen Schoss der Vorhersage

ohne jenen Draht zum Erwünschten   

von waleeh k. waleeh - veröffentlicht in: Kinderspiele
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Thursday, 29. december 2011 4 29 /12 /Dez. /2011 02:47

DSC03971.JPG

von waleeh k. waleeh - veröffentlicht in: Windspiele
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